In einer von der steiermärkischen Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie untersuchte die conos gmbh die touristischen Effekte rund um den 2011 wiederbelebten Red Bull Ring. Die Ergebnisse sprechen klar für sich.

Das Projekt Spielberg mit dem international angesehenen Red Bull Ring liegt in der steirischen Urlaubsregion Murtal. Das Renngelände in Spielberg erfuhr in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung vom kritisch diskutierten Projekt, hin zum touristischen Aushängeschild einer Region bzw. ganzen Nation in der Öffentlichkeit. Nach zehn Jahren des Stillstandes konnte durch Engagement der steiermärkischen Landesregierung das Unternehmen Red Bull für eine Kooperation gewonnen werden, welches den Ring schlussendlich erwarb. Bis 2011 wurde er in mehreren Etappen umgebaut, modernisiert und in eine international angesehene Rennstrecke modifiziert. Das neue Renngelände wurde im Mai 2011 neu eröffnet. Im Juni 2014 fand das erste Formel 1 Rennen statt. Das Angebot am und um den Ring bildet mit seiner Kombination aus Faszination Motorsport und zahlreichen Komplementärangeboten eine Erlebniswelt zwischen Sport, Kultur und Genuss. Das Projekt Spielberg versucht dabei verschiedene Zielgruppen anzusprechen und die Attraktivität der touristischen Angebote ganzjährig zu garantieren. Durch umfassende Investitionen und andauernder Weiterentwicklung, hat sich dieses touristische Zugpferd zu einem wesentlichen regionalwirtschaftlichen Impuls- und Frequenzmotor etabliert. Die positiven Effekte dieses Leuchtturmprojekts lassen sich in der Region deutlich erkennen, wie die nachstehenden Kernergebnisse zeigen:

  • Signifikanter Zuwachs der Gästebetten um + 47 % im Sommerhalbjahr
    Im direkten Umfeld (Bezirk Murtal) konnten parallel mit der Etablierung des Projekts Spielberg zwischen 2010 und 2014 die Gästebetten um 1.800 Betten (von 3.723 auf 5.485 Betten) gesteigert werden. Dies ist ein deutlich überproportionales regionales Wachstum von + 47 % gegenüber der zeitgleichen Entwicklung in der Steiermark (+ 9,2 %) und Österreich (+ 1,5 %).
  • Entwicklungsturbo bei Gäste-Ankünften, –Nächtigungen und der Aufenthaltsdauer
    Das Umfeld rund um den Ring erzielte seit der Eröffnung im Zeitraum 2010 – 2014 einen überdurchschnittlichen Zuwachs von + 36.100 Ankünfte pro Jahr (+ 63 %, Ö. +12,5 %; Stmk. + 11,4 %) sowie eine Nächtigungssteigerung von über 120.000 Übernachtungen pro Jahr (+ 90 %, Ö. + 5,6 %; Stmk: + 5,9 %). Dadurch konnte insbesondere die Sommer-Auslastung zwischen 2010 und 2014 insgesamt um + 11,5 % (von 30 auf nunmehr 33,7 Vollbelegstage) verlängert werden (Hotel: + 17,9 und Private Betriebe: + 25%).
  • Saisonaler Belebungs-Impuls im Winter
    Der nachhaltige, nicht ausschließlich veranstaltungsorientierte Konzeptansatz des Red Bull-Rings führte dazu, dass um den Red Bull Ring die touristische Nachfrage in den Wintermonaten zwischen 2010 und 2014 um 17.000 Nächtigungen (+ 33 %) gesteigert werden konnte.
  • Stärkung der touristischen Internationalisierung
    Die Strukturen und Angebote des Projekts Spielberg bewirkten bei der Herkunft bzw. Struktur der Gäste und Besucher auch eine signifikante Internationalisierung des Publikums. So wurden um den Ring + 102 % internationale Ankünfte (von 15.000 auf 30.700 / von 26 % auf 33 % Anteil) und + 130 % internationale Übernachtungen (von 39.000 auf 90.600 / von 29 % auf 38 % Anteil) gemessen.
  • Keine Eintagsfliege – Aufenthaltsdauer steigt in der Region entgegen dem Trend
    Während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zwischen 2010 und 2014 sowohl in Österreich (- 5,5 %, - von 3,7 auf 3,5 Tage) als auch in der Steiermark (-5,9 % - von 3,4 auf 3,2 Tage) rückläufig war, konnte in der unmittelbaren Umfeldregion (Zone 1) eine Steigerung von 2,3 auf 2,7 Tage (+ 16,7 %) erzielt werden.
  • Arbeitsplatzmotor Red Bull Ring Spielberg
    Im direkten Umfeld des Red Bull-Rings (Bezirk Murtal), konnten seit der Eröffnung 2011 die touristischen Arbeitsplätze von 1.635 auf 2.443 (2014) um + 50 % gesteigert werden (Österreich: + 5,3 %) und damit zusätzliche 808 touristische Vollzeitstellen geschaffen werden.
  • Regionale Umsätze und Wertschöpfung stark belebt
    Unter Berücksichtigung aufenthaltstouristischer als auch tagestouristischer Nachfrageeffekte und Wirkungen aus den vergangenen Jahren sowie auf Basis regionaler Tages-Ausgabe-Werte konnte ermittelt werden, dass in der direkten Umfeldregion die direkten touristisch induzierten Umsätze von jährlich ca. 15,5 bis 17,0 Mio. (2010) auf nunmehr rund 44,0 bis 50,0 Mio. (2014) fast verdreifacht werden konnten und die Wertschöpfung bzw. der unmittelbare jährliche regionale Wertzuwachs ebenfalls von knapp € 6,0 bis 6,5 Mio. (2010) auf nunmehr jährlich € 17,3 bis 19,3 vervielfacht wurde.
  • Das Projekt Spielberg beweist, dass ein Aufgreifen eines freizeittouristischen Segments – wie hier der Motorsport – unter professioneller Führung und Angebotsgestaltung große Wirkung erzielen kann. Erfolgsfaktoren sind dabei die gezielte Emotions- und Marketingstrategie (größtenteils durch die Marke Red Bull), die Angebote für die Haupt- aber auch für Nebenzielgruppen und die ganzjährige Verfügbarkeit. Nicht zuletzt durch den großen Erfolg wurde das Projekt Red Bull Ring/Spielberg zum Leitkonzept der touristischen Region Murtal festgelegt, mit dem Ziel, die regionale Wirtschaftsentwicklung weiter voranzutreiben. Mit dem Einzug des MotoGPs 2016 wird ein weiterer Angebotsbaustein ergänzt und der Zukunft somit positiv entgegengeblickt.

    Rückfragehinweis

    conos gmbh
    Christina Bamberger
    Tel.: +43 (0)732 21 6000
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