Vom Montafon bis ins Zillertal, von Kitzbühel über den Pinzgau bis nach Schladming: Cappuccino Design allerorten.

Caramell als „Interior-Grundlinie“, verfeinert mit Sofabezügen in „Cappuccino“ , Dulce Latte heißt der Farbton an den Wänden und Luis Trenker inspirierte Lodenposter mit Hirsch-Design adeln die Lobby: über der Rezeption ein Hirschgeweih mit Sonnenbrille und – erraten – Filzhut auf dem Skalp, gegenüber der lodernde Glaskamin mit knisterndem 3 D - Flatscreen Feuer: so präsentiert sich die neue, schöne alpine 4 Sterne Hotelwelt in trauter Uniformität: die Homepage preist eine „Individualität“, die erlebbare Hardware kommt …von der „Latte Macchiato Stange“: designed by a small number of Generalunternehmern, inspired by Einheitsbrei!

Vermarktet von deutschen Branding - Agenturen, die den „Geschmack“ der österreichischen Hauptzielgruppe zu kennen glauben: da wird selbst die alte Oma noch ins Logo gehoben und mit den Namen längst verblichener Kaiserinnen verknüpft: gemacht wird, was die Agentur diktiert und die Onliner „on page optimieren“ können.

Die Moral aus der Geschichte: wer „Mehr vom selben“ baut und produziert, wird sich auch 2015 ff. anhaltend schwer tun, ein eigenständiges wiedererkennbares Profil am Markt zu entwickeln; wer seine Wurzeln vergisst und stattdessen „Cappuccino aus der Dose“ verkauft, wird sich im Preiswettbewerb wiederfinden; wer sich zu 100% Google und dem Direktvertrieb unterordnet, der hilft nur zweien – und die heißen Google und Direktvertrieb!

In einer Hotelwelt, der es mehr denn je an echter Differenzierung mangelt, kommen immer mehr Konzepte fatal „gleich“ und austauschbar daher, gestrickt nach einem „neuen“ vermeintlichen Erfolgsmuster mit der Formel: „Dirndl &Lederhose with a twist meet Wellness“.

Das eigentliche Innenleben der Konzepte im Sinne echter Dienstleistungs- und Driveware Innovationen kratzt bei den meisten - wie auch zu oft in der Vergangenheit - bestenfalls an der Oberfläche. Das „me too“ Hardware-Denken dominiert unverändert auch in der schönen neuen Hotelwelt – leider.

Die einzige nachhaltige Alternative war und bliebe wohl ein weiteres Mal das – leider – unendlich anstrengende „Erfolgs-Rezept“ mit folgenden Zutaten: ein vorgedachtes und vorgelebtes „eigenes“ Konzept, 100% regional verankert; 1000% am Gast; detailbesessen und konsequent „besonders“ in allen Details der spür- und für den Gast erlebbaren Dienstleistung; begehrt und heiß geliebt von „seinen“ Gästen. Auf so manchen Hirsch mit Sonnenbrille sollte längst weit nachhaltiger und gewinnbringender zugunsten von begeisterndem „service design“, auf manches prasselnde Kaminfeuer auf 100 Flat Screens wohl besser zugunsten innovativer Mitarbeiter-Trainings und personalisierter Gästeprogramme verzichtet werden.

Eine durchaus altbekannte und „mühevolle“, wohl aber unverändert gültige Erkenntnis.

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conos gmbh
Christina Bamberger
Tel.: +43 (0)732 21 6000
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