Generation X – arbeiten, um zu leben:
Es war niemand geringerer als Robert Capa, der weltbekannte Kriegsreporter und -fotograf, der den Begriff der „Generation X“ prägte. Er, der Heimatlose und Exilant, benannte die noch namenlose und ungeborene Generation, die in den 60er- und 70er-Jahren Geborenen – lange bevor sich der Roman „Generation X“ (1991) von D. Coupland ins kollektive Bewusstsein unserer westlichen Zivilgesellschaft einschrieb. Eine von Wirtschaftskrise und aufkommender Scheidungsrate gekennzeichnete Generation, die aber auch zum ersten Mal ohne direkte Kriegseinwirkungen leben konnte.

Generation Y – Arbeit und Leben vereinbaren:
Die Generation, die laut der Generation X nicht mehr arbeiten will!

Generation Z – erst leben, dann arbeiten:
Die laut den Generationen X und Y ja sowieso gar nichts mehr kann!

Der Konflikt ist das Trennende und das Verbindende, er ist und war schon immer Programm.
Es liegt in der Natur des Menschen, dass sich die eine Generation gegenüber der ihr vorhergehenden abgrenzt – ja, abgrenzen muss, denn so wie sich jedes humanoide Individuum eigenständig in Abgrenzung zu anderen entwickelt, so bildet auch jede neue Generation ihre ganz spezifischen Zielvorstellungen und Wertehaltungen aus. Nicht generell und absolut, aber doch tendenziell und in größeren Zeitintervallen gedacht.

Einschneidende Erlebnisse in Kindheit oder Jugend wie Zeiten des Krieges, wirtschaftliche Krisen etc. prägen nicht nur das Individuum, sondern einen ganzen Geburtenjahrgang. Diese Generationserlebnisse stehen in Opposition oder zumindest in einem Konflikt zur Generation davor. Kulturelle, soziale und/oder wirtschaftliche Unterschiede generieren Interessensgegensätze und Werteunterschiede. Conclusio – keine Generation ist besser oder schlechter, sie ist einfach anders …

Zurzeit sind es meist drei Generationen, die in der täglichen Arbeitswelt aufeinandertreffen bzw. zum Teil aufeinanderprallen: Generation X, Y und Z. Im breiten Feld der Tourismus- und Freizeitwirtschaft liegt hier eine besondere Herausforderung vor, denn gewisse Parameter des touristischen Arbeitsalltags sind den Zielen und Werten mancher Generationen nicht gerade zuträglich. Alternative, oft familienfreundliche, flexible Arbeitszeitmodelle, die Option von Home-Office etwa, eine Rücksicht auf die Work-Life-Balance etc. ist in der Regel nicht umsetzbar – und gerade für die Generation Y von großer Wichtigkeit.

Den großen Nutzen, den man aber aus dem Thema des Generationenkonflikts und aus dem Arbeitsumfeld Tourismus ziehen kann, ist, dass ein neues Bewusstsein für soziale Kontakte in allen Generationen wieder geschätzt wird. Der Tourismus arbeitet auf allen Ebenen mit Menschen – diese Chance bieten wir. Voraussetzungen für die positive Nutzung gilt es allerdings zu beachten.
Gerade dort, wo mehrere Generationen unter einem Dach arbeiten wie im Tourismus, gerade dort ist es wichtig, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, direkt miteinander zu kommunizieren, um ein effizientes Miteinander zu ermöglichen.

Führung heute und wenn ja, wie?
Bereits mit der Generation X etablierte sich zunehmend ein situativer Führungsstil, eine situations- und kontextabhängige Mischform. Daher gibt es auch nicht mehr den einen idealen Führungsstil. Führung ist bis heute ein auf Personen und/oder Situationen abzielendes Führungsverhalten, das individuell angepasst wird. Das heißt auch, dass Führung etwas unglaublich Bewegliches und Veränderbares ist bzw. sein muss, denn sie entwickelt sich jeden Tag aufs Neue aus den berufsalltäglichen Erfahrungen heraus, die zwischen Führungskraft und MitarbeiterInnen passieren.
Wer sich annimmt und kümmert, fragt und nachfragt – der führt – RICHTIG.

– von Martina Plonner

Rückfragehinweis

conos gmbh
Christina Bamberger
Tel.: +43 (0)732 21 6000
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